Bericht der D2-Junioren                                                          zurück

Trainingsbetrieb

Das Hallentraining sollte die Ausnahme sein, wurde jedoch auf Grund der Unbespielbarkeit des Kunstrasens zur Regel. Dass es bekanntermaßen im Dezember und Januar kühler wird, hatten wir im Hinterkopf, Frost und Schnee in diesem Ausmaße kalkulierten wir allerdings nicht ein und so mussten wir von einigen Ausbildungszielen, vor allem im gruppentaktischen Bereich, die für die Wintermonate angedacht waren, Abstand nehmen. Trainingschwerpunkte waren stattdessen „Balltechnik“ und „Laufkoordination“, deren Trainingsprogramme sich in der kleinen Turnhalle der Humboldtschule gut umsetzen ließen. Folglich bauten wir jeweils donnerstags einige Circuits auf und organisierten zum Trainingsabschluss 4 gegen 4-Turniere im freien Spiel.

Bei dem 2. wöchentlichen Trainingstag mussten wir improvisieren. Entweder war der Sportplatz freigegeben und wir luden die Jungs zum Tanz im Schnee ein oder wir verlegten kurzerhand ins Schwimmbad oder in die Laola-Halle, mit dem Vorteil jede Menge Spaß zu haben, aber auch dem Nachteil, der selbst zu tragenden Kosten.

Beschweren wollen wir uns mit den uns zur Verfügung gestellten Trainingsmöglichkeiten aber keinesfalls, denn vor dem Hintergrund einen unter Flutlicht gestellten Kunstrasen und ersatzweise eine Turnhalle nutzen zu können, muss man doch weit schauen, um in anderen Bremerhavener Vereinen Vergleichbares zu finden.


Wettkämpfe

Die Stadtligasaison beschert uns von Oktober bis April eine recht lange Pause, die wir nicht gänzlich ohne Wettkämpfe gestalten wollten und uns für einige Hallenturniere meldeten. Ab der D-Jugend wird im Modus 4 gegen 4 plus Torwart gespielt, weshalb wir an den jeweiligen Turniertagen nicht alle Spieler unseres 15er Kaders einluden oder an parallelen Veranstaltungen die Mannschaft aufteilten.

Wir nahmen an Pokalturnieren in Bremen, Stenum, Daulsen (Champions-League-Turnier) und in Bremerhaven (Nordsee-Jugend-Cup, OSC-Cup, ESV) teil, an denen wir stets als jüngstes Team auftraten und uns jeweils für die Endrunde bzw. das Halbfinale qualifizieren konnten, was als toller Erfolg zu werten ist.

Unser Paradestück lieferten wir in der noch laufenden Hallenmeisterschaft, jetzt Hallencup genannt, ab, in der sich beide Teams unserer Mannschaft jeweils als Gruppensieger souverän für die Endrunde qualifizierten und wir nunmehr von insgesamt 8 teilnehmenden Mannschaften allein 2 aus Surheide stellen werden.

Unser Hauptaugenmerk soll aber, sobald der Kunstrasen für den Trainingsbetrieb wieder freigegeben und ein vernünftiges Mannschaftstraining wieder möglich ist, die Vorbereitung auf die Rückserie der Stadtliga sein, von der wir uns noch einiges versprechen dürfen.
 

Goldenes“ Lernalter

Der DFB spricht im D-Jugend-Bereich (U12/U13) vom „goldenen“ Lernalter, wobei auch wir in dieser Saison die Erfahrung gemacht haben, dass unsere Spieler mental sehr ausgeglichen sind, die gestellten Aufgaben höchst konzentriert und mit einer enormen Leistungsbereitschaft angehen und sie in diesem Alter bereits über ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen verfügen, was den Verantwortlichen das Training, vor allem im Umgang mit den Jungs, sehr vereinfacht, wir aber auch in diesem empfindlichen Lernalter darauf bedacht sein müssen – ohne dabei die Schule natürlich aus den Augen zu verlieren - möglichst viele Trainingsreize zu setzen, die Spieler aber nicht mit stupiden Ausdauerübungen „verheizen“, sondern vor allem die technische Ausbildung in den Vordergrund stellen, denn der Spieler, der taktisch und konditionell noch so brillant ausgebildet ist, wird nichts von dem umsetzen können, wenn er nicht in der Lage ist, den Ball vernünftig anzunehmen und einen Pass über 5 Meter zu spielen.

Mittlerweile wurden 6 Spieler aus unserem Team von den DFB-Stützpunkttrainern für die Stadtauswahl gesichtet und 6 Spieler nehmen am NASH-Training teil, so dass wir nicht besorgt sein müssen, unsere Jungs ließen die wertvolle Zeit sinnlos verstreichen. Für die anderen Spieler, denen diese Möglichkeit nicht obliegt, wollen wir in Kooperation mit der D1 und D3 ab März einen weiteren Trainingstag anbieten, um zu vermeiden, dass die Leistungsdichte in der Mannschaft zu weit auseinander geht.

Im C-Jugendalter werden dann mit deutlichem Einsetzen des Längenwachstums einige Bewegungen nicht mehr ganz so flüssig, gar staksig aussehen und der rasche Trainingserfolg aus den Vorjahren, wird ein wenig zu stagnieren scheinen.

Mit Beginn der Pubertät werden wir überdies feststellen, dass unsere Jungs neben dem Fußball auch andere Interessen verfolgen und die ersten Spieler Hand in Hand mit ihrer Freundin zum Sportplatz kommen oder wegen der Freundin auch mal einen Trainingstag ausfällen lassen - was für diese Altersklasse völlig normal ist.

Eins aber ist gewiss: das fußballerische Fundament, das sie sich im „goldenen“ Lernalter aufbauten, wird ihnen keiner mehr nehmen können!

Ausblick

Im Februar und März werden wir Freundschaftsspiele gegen VfL 07 Bremen, den Förderverein Nordenham und den VfL Wildeshausen bestreiten. Und dann schon, nach den noch 8 zu bestreitenden Punktspielen, wird Mitte Juni die Saison wieder viel zu schnell beendet sein.

Wir hoffen, dass wir mit dem Großteil der Mannschaft als D1 auch kommende Serie wieder zusammen arbeiten und unseren Kader durch talentierte Spieler weiter verstärken können.

Zum Abschluss möchten wir uns bei den Eltern bedanken, die uns stets zu den Auswärtsspielen und –turnieren begleiteten und einiges an Fahrtstrecke auf sich nahmen.

Besonderer Dank gilt Michael Böckmann, der sich in der Vergangenheit spontan zur Verfügung stellte, um als Übungsleiter, den ein oder anderen Trainingstag aufzufangen.


Sven Mehrtens